Österreichisches Hospiz zur heiligen Familie

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Photo exhibition: Pope Benedict’s visit to the Holy Land

 

With the speech of the president of the United States the topic about the future in the Middle East moved into gear these days. The Israeli prime minister's response indicated his willingness to compromise but also indispensible requirements; the Arab's reactions were compliments and appreciation, but also the demand for concrete acts.

 

The Pope wanted to visit the Holy Land decidedly as a pilgrim. This good understanding of his own words and gestures was already an indication that no political force may inherent them. On the contrary only the fight for justice, which also implies the common and peaceable abandonment of demonstration of power, is able to break out of the loop of violence.

His visit was not in vain; he dared the balancing act between the most extreme expectations of the different groups in this parted land - and he succeeded.

 

With this in mind the Austrian Hospice presents a photo-exhibition about this visit. These pictures shall keep alive the memories of the most important stages and places (www.austrianhospice.com - News).

 

Most of these photographies are taken by Mr. Christoph Hurnaus, born in 1969, who works as a bookseller, publisher and photographer in Linz. He accompanied Pope John Paul II on 22 pastoral visits and documented these journeys in his book "Öffnet die Tore für Christus" (Medienverlag Christoph Hurnaus 2002).

Since Pope Benedict's election in 2005 Christoph Hurnaus also accompanies him on his foreign tours. 2007 the book "Papst Benedikt in Österreich" was published; it illustrates the multifarious relationship between the Bavarian Pope and Austria (Medienverlag Christoph Hurnaus 2007).

The pictures are offered for sale by the photo agency www.papstfoto.com.

 

Exhibitions:

Diözesanmuseum Regensburg 2006

Arnold Janssen Tage in Goch 2006

Curhaus Wien 2007


Mit Szepter und Pilgerstab

Mit Szepter und Pilgerstab.

Oesterreichische Praesenz im Hl. Land seit den Tagen Kaiser Franz Josephs. 

Ausstellung in Kooperation mit dem DomMuseum Wien und dem Oesterreichischen Kultur Forum.

Taeglich von 10-20 Uhr.

Als im Jahre 1869 Kaiser Franz Joseph eingeladen wurde, der welthistorischen Eröffnung des Suez-Kanals beizuwohnen, wurde sofort der allerhöchste Wille kund, dieses große Ereignis mit einer frommen Wallfahrt ins Heilige Land zu verbinden. In Begleitung eines Großteils der k.u.k. Regierung reiste der Kaiser, unter dessen zahlreichen Titeln sich auch der eines „Königs von Jerusalem" befand, nach Palästina, um als Pilger die heiligen Stätten aufzusuchen. Umjubelt von allen in Jerusalem vertretenen Religionen, namentlich den Juden, Moslems und Christen, zog Kaiser Franz Joseph am 9. November 1869 in die Heilige Stadt ein. Er war damit das erste gekrönte Haupt eines christlichen Landes, das seit über 600 Jahren, seit der Zeit der Kreuzzüge, den Boden der Heiligen Stadt Jerusalem betrat. Nicht zuletzt durch seine außerordentliche Wohltätigkeit, die Kaiser Franz Joseph während seines Aufenthalts in Palästina demonstrierte, wurde bei der ortsansässigen Bevölkerung über alle religiösen Grenzen hinweg Begeisterung und Sympathie hervorgerufen, die hinfort dem österreichischen Kaiserhaus im Heiligen Land entgegengebracht wurde.

Mit diesem Besuch Kaiser Franz Josephs war auch der seitens der Habsburger Monarchie immer wieder artikulierte Wunsch verbunden, Präsenz im Heiligen Land zu zeigen und ebendort als Schutzmacht der Interessen der römisch-katholischen Kirche aufzutreten. Aus diesem Grund wurde sowohl die Unterstützung von bestehenden als auch die Gründung von neuen österreichischen Institutionen im ganzen Heiligen Land sehr forciert.

Diese Entwicklung basierte auf der Verknüpfung von religiösen Empfindungen mit außenpolitischen Zielvorstellungen und wirtschaftlichen Interessen.

Mit dieser Ausstellung wird erstmalig ein erst ansatzweise erforschtes Kapitel österreichischer Geschichte umfassend aufbereitet: Von der Pilgerfahrt Kaiser Franz Josephs ausgehend, wird dargestellt, wie vielfältig das von der Monarchie gezeigte Engagement in bezug auf das Heilige Land war. Präsentiert werden insbesondere die Aktivitäten und der Werdegang der österreichischen Institutionen im Heiligen Land, namentlich der Konsulate, Spitäler, Lloyd- und Postniederlassungen.

Das noch heute bestehende, 1863 eröffnete österreichische Hospiz in der Via Dolorosa ist nicht nur das älteste Pilgerhaus seiner Art im Heiligen Land überhaupt, sondern auch ein Prachtstück der Kunst des österreichischen Historismus inmitten der Altstadt Jerusalems.

Bereits seit dem 18. Jahrhundert hatte die Habsburger Monarchie Konsularämter in Akko und Jaffa unterhalten und richtete schließlich 1849 in Jerusalem ein Konsulat ein. Dessen wichtigste Aufgabe sollte schon bald der Schutz der laufend wachsenden jüdischen Gemeinden und nicht, wie ursprünglich vorgesehen, der Schutz der Interessen der katholischen Kirche sein. Die meisten damals in Jerusalem  wohnhaften Juden wußten sich den Schutz des österreichischen Konsulats zu sichern, selbst jene, die nicht aus der Donaumonarchie stammten.

Auch Wirtschaft und Infrastruktur profitierten von der Präsenz der Österreicher. 1859 führten sie das erste reguläre Postsystem im Heiligen Land ein, und die Schiffe der Dampfschiffahrtsgesellschaft des Österreichischen Lloyd liefen den Hafen von Jaffa von 1853 bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs an und waren sogar die einzigen ausländischen, die in Haifa anlegten. Dadurch bekamen der Österreichische Lloyd und die k.k. Post in der Levante eine marktbeherrschende Stellung.

In dieser Ausstellung wird an die traditionelle Vermittlerrolle Österreichs im Nahen Osten erinnert. Die Gemeinden der aus österreichischen Kronländern, aus Ungarn und aus Rußland immigrierten Juden konnten sich dank des Schutzes der österreichischen Konsuln und Konsularagenten in Jerusalem, Akko, Haifa, Jaffa, Saffed und Tiberias etablieren. Genauso wurde der Dialog mit der muslimischen Welt gepflegt; schließlich galt die Donaumonarchie damals als jene europäische Macht, welche die besten Beziehungen zum Osmanischen Reich hatte.